Karma und Erlösung
Karma - Überlegungen von Simone Steiger aus der PRAXIS für Gesundheit und Lebensfreude

Karma und Erlösung

Lassen Sie sich für folgenden Text Zeit, falls Sie ihn nicht sofort verstehen. Karma erlöst sich auch nicht von heute auf morgen… oder doch? 😉

Zeit von gestern auf heute

Zu Isaac Newton’s Zeiten, also im 17. Jahrhundert, stellten sich Physiker die Zeit wie folgt vor: Man konnte sich überall im Universum Uhren aufstellen, und alle Menschen, die diese sahen, sahen und erlebten dieselbe Zeit. Zeit war etwas Absolutes. Daran war nicht zu rütteln.

Albert Einstein erkannte den Zusammenhang zwischen Raum und Zeit, welcher dazu führt, dass Zeit als etwas Relatives erlebt wird. „Das mit der Relativitätstheorie“ ist vielen ein Begriff, die Formel e=mc² kennen einige. Die Bedeutung sei hier in Kürze erläutert, nämlich: Energie (E) = Masse (m) mal Lichtgeschwindigkeit hoch zwei. Das bedeutet, dass Masse in einen riesigen Energiebetrag umgewandelt werden kann, wenn man sie mit dem Quadrat der Lichtgeschwindigkeit (Lichtgeschwindigkeit = 300.000 km pro Sekunde) multipliziert.

Konkret wissen wir alle, dass einem manchmal Minuten wie Stunden vorkommen und Stunden wie im Flug vergehen.

Karma bedingt Zeit

Karma besagt, dass wir VORHER etwas getan haben, das uns NACHHER Folgen beschwert. Nun ist aber Zeit ein Phänomen, das nur in der menschlichen Vorstellung existiert. Somit sind VOR- und NACHHER eine Wahrnehmung des menschlichen Verstandes. In der Ewigkeit gibt es kein VOR- und NACHHER. Deshalb ist Karma eine Erfindung des menschlichen Geistes und somit in der Unendlichkeit des Universums inexistent.

Als Modell dient uns Karma dazu, Taten und Erlebnisse zu rechtfertigen, zu erklären und zu verstehen. Auf keinen Fall aber darf es uns aus der wahren Verantwortung entlassen, die wir in jedem Moment für unser Tun und Sein haben. Denn wenn es weder VOR noch NACHHER gibt, sind wir in jedem Moment voll für das, was wir tun und sind, verantwortlich.

Simone Steiger

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