Plastik in Zahnpasta

Plastik in Zahnpasta

Kleine Grösse, große Auswirkung: Plastikteilchen in Kosmetikprodukten finden durch das Abwasser den Weg ins Meer.

„Sie heißen Mikroperlen oder Massagekügelchen und scheinen eigentlich ganz harmlos zu sein. Eigentlich! Denn diese Minikügelchen sind eigentlich nichts anderes als Plastik. Wir finden sie in Gesichtspeelings, Duschbädern und der Zahnpasta. Und damit beginnt das Problem: Denn was im Badezimmer runtergespült wird, kann am Schluss wieder auf unserem Teller landen.

Die kleinen Plastikpartikel sollen die Haut massieren und Zähne blendend weiß halten, landen aber in Flüssen und schließlich auch im Meer. Dort schaden sie der Umwelt und letztlich auch dem Menschen.“

Was ist so gefährlich an Mikroplastik?

Plastik, das kleiner ist als fünf Millimeter, wird als Mikroplastik bezeichnet und ist mit bloßem Auge teils kaum zu erkennen. Diese kleinen Teilchen fließen ungehindert durch die Filter von modernen Kläranlagen und so in die Wassersysteme. Fische verwechseln die Teile mit Nahrung und nehmen sie auf. Teilweise enthalten Kunststoffe gefährliche Zusatzstoffe. Dazu kommt, dass sich auf der Oberfläche des Plastiks „langlebige organische Schadstoffe“ anreichern. Da sie kaum wasser-, aber stattdessen fettlöslich sind, lagern sie sich im Gewebe von Lebewesen ab. Einige dieser Tiere landen zum Schluss bei uns auf dem Teller.

Welche gesundheitlichen Folgen haben die Schadstoffe?

Das Meeresmuseum und Aquarium von Göteborg in Schweden vermutet, dass die angereicherten Schadstoffe im Mikroplastik für Organismen krebserregend sind und die Hormone und Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Bisher ist aber noch nicht erforscht, welche gesundheitlichen Folgen es gibt, wenn Menschen Mikroplastik essen – sei es durch Meerestiere oder in Zahnpasta.

Was kann ich gegen Plastik in Produkten tun?

Ob ein Artikel Kunststoff beinhaltet oder nicht, sagen die Inhaltsstoffe aus. Meistens besteht Mikroplastik aus Polyethylen (PE).
Der Verbraucher kann beim nächsten Kauf schauen, ob dieser Inhaltsstoff im Produkt enthalten ist: Wenn ja, einfach ein anderes aussuchen.

Dem Mikroplastik auf der Spur

App gegen Mikroplastik – Downloadlink: „Beat the Micro Bead“ für Android , iOS und Windows Phone.

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