VISCERALE THERAPIE

VISCERALE THERAPIE

Die Viscerale Therapie zur Behandlung der inneren Organe ist eine der jüngeren Entwicklungen im Bereich der Osteopathie, an deren Entwicklung der Franzose Jean-Pierre Barral einen entscheidenden Anteil hatte. Durch wissenschaftliche Untersuchungen mittels Infrarotkamera und Ultraschall konnte Barral nachweisen, dass jedes Organ neben seiner Beweglichkeit gegenüber anderen Organen und Strukturen (Mobilität) eine feine Eigenbewegung ( Motilität) besitzt. Als Mobilität bezeichnet man die passive Bewegung eines Organs, ausgelöst durch die Zwerchfellaktivität beim Atmen. Diese Bewegung findet bis zu 20 000 mal am Tag statt. Unter Motilität versteht man die intrinsische feine Bewegung eines Organs um seine embryonale Achse, d.h. jedes Organ bewegt sich aus eigener Kraft. Diese unwillkürliche, d.h. reflektorisch bzw. vegetativ gesteuerte Bewegung erfolgt mit einem Rhythmus von 6-8 Schwingungen pro Minute und sehr kleiner Amplitude.

Die Viscerale Therapie nimmt Einfluß auf die Eigenbewegung der inneren Organe. Sie geht davon aus, daß die ungehinderte Beweglichkeit der Organe für ein normales Funktionieren erforderlich ist. Eine Bewegungseinschränkung von Organen kann zu Funktionsstörungen und Schmerzen führen. Viele Wirbelsäulenprobleme, Rückenschmerzen und Unterleibsbeschwerden sind z.B. auf eine eingeschränkte Beweglichkeit der Bauch- und Beckenorgane zurückzuführen. Durch eine direkte und indirekte Organbehandlung mit manuellen Techniken wird die Beweglichkeit der inneren Organe wiederhergestellt.

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