Wintersonnwende

Wintersonnwende

Wintersonnwende …

…bezeichnet den kürzesten Tag respektive die längste Nacht im Jahr, also den Wendepunkt von der Dunkelheit ins Licht. Man muss sich vorstellen, wie hart das Leben oder teilweise Überleben im Winter war. In der Zeit der „Eisriesen“ konnte jeder Funke Hoffnung lebensrettend sein.

Unsere Bräuche der Adventszeit gehen auf  Zeremonien der alten Naturvölker zurück. So symbolisiert der Adventskranz den endlosen Kreislauf von Werden und Vergehen, die vier Kerzen erzählen vom vierwöchigen Mondzyklus, den vier Jahreszeiten und den vier Elementen oder Himmelsrichtungen. Die vier Kerzen wurden ursprünglich am Anfang alle miteinander angezündet, so dass das langsam ausgehende Licht auf die Wintersonnwende hinwies. Denn die Dunkelheit war vor dem Christentum als Mysterium des Weiblichen ebenso anerkannt und geehrt wie die Kraft des Licht, welche dem Männlichen zugeordnet wird.

Da die christianisierten Menschen nicht von ihren Bräuchen lassen wollten, wurden die christlichen Feste kurzerhand zeitgleich mit den besonderen Feiertagen des Sonnenkultes abgehalten, und deren heiligsten Bestandteile übernommen. So werden seit dem 4. Jahrhundert Advent vor und Weihnachten am 24. Dezember gefeiert.

Die Kelten feierten mit dem Fest der Wintersonnwende den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit. Die Kelten kannten wie auch die Ägypter den Sonnenkult. Wie alle Kulturen hatten Sie zu ihrem Glauben zugehörige Geschichten und Mythen. So gebar die Erdgöttign in der dunkelsten und stillsten aller Nächte das Sonnenkind. Dieses Ereignis feierten die Kelten mit magischen Zeremonien, die die Wiedergeburt des Lichtes positiv beeinflussen sollten.

Ritual für die Wintersonnwende

Ritual für die Wintersonnwende

Richte dir eine rituelle Umgebung ein. Das kann in der Natur sein oder an einem Ort, den du dir aussuchst. Der Ort sollte dafür geeignet sein, Altes dem Feuer zu übergeben und Neues zu empfangen.

Suche dir dafür passende Musik oder Lieder, die du selber singst.

Siehe, dass du Feuer machen kannst, grösser oder kleiner, so, dass du etwas darin verbrennen kannst. Wenn du räuchern kannst, umso besser, den Rauch verbindet die materielle mit der geistigen Welt, trägt deine Absicht ins „Universum“ hinaus und verleiht ihr so mehr Kraft.

Überlege dir gut, was du loslassen möchtest, und verleihe diesem Ausdruck. Du kannst es dafür auf einen Zettel schreiben, ein Holz schnitzen – einfach etwas, das verbrennen kann.

Bereite dich vor, indem du räucherst, singst, evtl. tanzt, bis du merkst, dass du mit ganzen Herzen dabei bist, an nichts anderes mehr denken musst.

Dann sage sinngemäss laut: Ich gebe …. der Nacht zurück. Ich danke …. für die Erkenntnis / die Erfahrung (was immer du Positives daraus erkennen kannst). Indem ich … (den Zettel, das Stück Holz…) dem Feuer übergebe, bekräftige ich meine Absicht … loszulassen und für das Neue offen zu sein.

Dann übergebe Zettel / Holz… dem Feuer und lasse es ganz verbrennen.

Spüre nach, singe noch ein Lied oder höre einfach hin.

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