SUPERVISION

SUPERVISION

Ursprünglich verstand man als Supervision die Praxisberatung in der sozialen Arbeit. Supervision ist in allen Berufen nötig, in denen Beziehungsarbeit geleistet wird, und stellt heute meistens eher die Regel als die Ausnahme in einschlägigen Berufsfeldern dar.

Supervision ist eine Erfahrung für Einzelne, Fachgruppen oder Teams, die Ihre Arbeitserfahrungen überprüfen wollen, um nützliche Veränderungen ein- und durchzuführen, oder um sich zu bestätigen, dass es richtig ist, wie es bisher war. Wenn Sie ihr berufliches Handeln reflektieren wollen, ist Supervision eine Möglichkeit dazu.

Fokus ist je nach Zielvereinbarung Ihre Arbeitspraxis, die Rollen- und Beziehungsdynamik zwischen Ihnen und Klienten, Ihre Zusammenarbeit im Team bzw. in der Organisation usw.

Phasen einer Supervision beschreiben:

  • Problemidentifizierung: Welches Problem soll in der aktuellen Supervision angesprochen werden? Was ist Ihre persönliche Fragestellung?
  • Sammlung von Information: Welche Fakten sind gegeben? Welche Informationen verhelfen mir zum Gesamtbild Ihrer Situation?
  • Bearbeitung: Welche Lösungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?
  • Integration und Auswertung: Zu welchem Schluss sind wir gekommen? Welche Auswirkungen hat dies für Sie persönlich?

Aus der Perspektive der Psychologie lassen sich folgende Arten von Supervision unterscheiden:

  • Psychodynamisch orientierte Supervision: Ziel ist die Aufdeckung und Bearbeitung von Konflikten zwischen Ihnen und der von Ihnen betreuten Person.
  • Humanistisch orientierte Supervision: Im Mittelpunkt stehen hier die Beziehung und Beziehungsgestaltung zwischen Ihnen und der von Ihnen betreuter Person. Mehr als in den anderen Supervisionsarten wird hier Ihr eigenes Erleben und Ihr persönliches Wachstum fokussiert.
  • Verhaltenstherapeutisch orientierte Supervision: konzentriert sich mehr auf Ihre Fähigkeit mit auftretenden Schwierigkeiten umzugehen. Ziel ist es hierbei eine schnellere Verhaltensänderung herbeizuführen. Mehr als in den anderen Supervisionsarten ist das Vorgehen in diesem Fall ergebnisorientiert.
  • Kognitiv-entwicklungsorientierte Supervision: Deren Ziel liegt in der Integration von theoretischem Wissen, praktischen Fertigkeiten und persönlichem Wachstum.
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